Nabiullina rettet die Nullen vor der Denomination und haucht einer Bank das Leben aus

Nabiullina rettet die Nullen vor der Denomination und haucht einer Bank das Leben aus
 
Russische Experten hatten in der vergangenen Woche Überlegungen angestellt, dass es der russischen Währung gut tun würde, wenn man, wie bereits im Jahre 1998, ein paar Nullen streicht. Hinderungsgrund ist, nach Ansicht der Experten, dass die Bevölkerung psychologisch nicht bereit ist für einen derartigen Schritt.
 
 
 
 
Nun stellte sich heraus, dass nicht nur die Bevölkerung psychologisch nicht bereit ist für die Abschaffung von zwei Nullen in der russischen Währung, sondern auch die Vorsitzende der russischen Zentralbank. Sie kommentierte am Montag, dass derartige Diskussionen jeglicher Grundlage entbehren.
 
Videoeinspielung: Briefing mit Elvira Nabiullina
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Kino-Klassiker „Der Idiot“
 
Das russische Geld hat in seiner jetzigen Nomination nichts Negatives – erklärte Nabiullina vor dem Föderationsrat, der Oberkammer der russischen Staatsduma. Unterstützt wurde sie von der Vorsitzenden des Föderationsrates Valentina Matwijenko, die derartige Diskussionen als „absolute Provokation“ empfindet.
 
Auch andere russische Experten beginnen, vor einem derartigen Schritt zu warnen, da es zu einer Panik unter der Bevölkerung kommen könnte und in diesem Zusammenhang die Bevölkerung massenhaft Valuta kauft. Weiterhin stehen die hohen Kosten für neues Geld und die Umrüstung der gesamten Technik auf die neuen Geldscheine in keinem Verhältnis zu dem angestrebten Ergebnis.
 
Ebenfalls am Montag wurde bekannt, dass die russische Zentralbank die Aufgabe der Disziplinierung des russischen Bankensektors noch nicht als erledigt zu den Akten gelegt hat. Anscheinend hat die gegenwärtige Corona-Krise ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Zentralbank über viele Monate keine Lizenzen entzogen hat. Der Lizenzentzug am Montag zeugt davon, dass sich Russland langsam wieder in Richtung Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens bewegt.
 
Grafik: Lizenzentzüge der Zentralbank
 
Betroffen ist die Volksbank Tuwy, die sich im Bankenrating im Mittelfeld der noch verbliebenen Banken bewegt. Grund für den Lizenzentzug ist die Verletzung von Normativen zur laufenden Liquidität und die nicht rechtzeitige Auszahlung von Bankanlagen an die Kunden der Bank. Weiterhin hat die Bank ihre Reserven abgebaut und eine höhere Neubewertung von Grundmitteln der Bank vorgenommen. Die Bank hat in den letzten fünf Jahren mit Verlust gearbeitet. Das überzeugte die Zentralbank vom uneffektiven Businessmodell der Kreditorganisation.
Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung