Polens Schocknachricht für Russland: Keine Vertragsverlängerung für russisches Gas

Polens Schocknachricht für Russland: Keine Vertragsverlängerung für russisches Gas
 
In Russland hat man die Nachricht Polens zur Kenntnis genommen, den Gas-Liefervertrag, der im Jahre 2022 ausläuft, nicht mehr zu verlängern und auch keinen neuen mehr abzuschließen. Polen ist der Meinung, das russische Gas ist zu teuer und man kauft billiger in Norwegen ein.
 
 
Der Abgeordnete der Staatsduma Wladimir Gutenew/Владимир Гутенев kommentierte die Entscheidung Polens mit den Worten, dass russisches Gas weltweit gefragt ist. Niemals in der Vergangenheit gab es eine so große Nachfrage nach russischem Gas, wovon auch die gegenwärtig sehr hohen Preise und leeren Gasspeicher zeugen. Wenn Polen auf russisches Gas verzichten will, so wird man die dann freiwerdenden Mengen unter den Ländern aufteilen, die bereits jetzt Schlange nach russischem Gas stehen. Irgendeinen Schaden wird Russland nicht erleiden. Gutenew lies nicht unerwähnt, dass norwegisches Gas wirklich billiger ist als das russische. Dies sei dann aber auch der einzige Vorteil, den Polen erhält.
 
Polen wird zukünftig seinen Gasbedarf mit Gas aus Norwegen befriedigen. Für die Lieferung wird die Gasleitung „Baltic Pipe“ genutzt.
 
Gutenew erinnert an Kunden, die langfristige Verträge mit Gasprom haben und dadurch auch auf preisliche Vergünstigungen rechnen können. Wer glaubt, durch Verträge mit anderen Lieferquellen auch wirklich kein russisches Gas mehr zu bekommen, irrt sich gewaltig. Die Ukraine hat den direkten Kauf von Gas in Russland stark eingeschränkt und befriedigt einen Teil seines Bedarfes dadurch, dass es aus anderen Quellen kauft. Allerdings erhalten diese anderen Quellen das Gas aus Russland, schlagen noch ihren Zwischenhändlerpreis drauf und verkaufen dann dieses Gas zu einem teuren Preis an die Ukraine. Ebenso wird es mit dem Gas werden, welches Polen aus Norwegen kauft. Somit bleibt abzuwarten, so Gutenew, wie die Bevölkerung, die Industrie und andere Interessierte reagieren werden, wenn die Gaspreise in Polen wachsen. Er erinnerte, dass auch die Preise für Benzin in Abhängigkeit von den Gaspreisen stehen und viele Waren mit Gas produziert werden.
 
Gutenew forderte, dass Russland sein historisches Langzeitgedächtnis trainieren sollte, um sich auch noch nach vielen Jahren an derartige, unlogische und sogar feindliche Handlungen zu erinnern und bei zukünftigen Entscheidungen zu berücksichtigen. Es muss sichergestellt werden, dass derartige Handlungen von Staaten ernsthafte Auswirkungen auf deren Wirtschaft haben. Jeder feindliche Schritt eines anderen Landes muss durch Russland so genutzt werden, dass man einen Vorteil daraus ziehen kann und es langfristig zu Verlusten für den Gegner kommt.

 

 

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