Privatinsolvenzen in Russland weiterhin groß im Trend

Privatinsolvenzen in Russland weiterhin groß im Trend

Auch in Russland gibt es Privatinsolvenz – noch nicht so lange wie in Deutschland, aber seit wenigen Jahren kann man auch in Russland die angehäuften Schulden über das System der privaten Bankrotterklärung, zum Nachteil der Kreditgeber, wieder loswerden.

Seit Anfang des Jahres haben Richter in 46.734 Verfahren die Entscheidung „Bankrott“ getroffen. Diese Entscheidungen betrafen sowohl Privatpersonen wie auch Kleinstunternehmer. Das sind 53,9 Prozent mehr Bankrotterklärungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wo es im gesamten Jahr nur 43.900 Privatinsolvenzen gab.

Seit 2015 gibt es in Russland die Möglichkeit der Privatinsolvenz. Mit jedem Jahr wächst die Anzahl derjenigen, die mit ihren Schulden nicht mehr klarkommen und über die Insolvenz einen Ausweg aus der Situation und einen Neustart suchen. In den Jahren haben diese Möglichkeit rund 141.000 Personen genutzt.

Die Bürger zeigen sich von Jahr zu Jahr besser informiert über die Möglichkeit und die Vorteile einer Privatinsolvenz. Viele nutzten in der Vergangenheit auch Lücken in der Gesetzgebung, um sich weitere Vorteile zu verschaffen, so dass der Gesetzgeber gezwungen war, die Schrauben für eine Bankrotterklärung weiter anzuziehen.

Reklame

Kommentare ( 0 )

Um zu kommentieren, müssen Sie sich registrieren oder einloggen.

Autorisierung