Russische Schuldner sollen jetzt ihre Schulden kaufen dürfen

Russische Schuldner sollen jetzt ihre Schulden kaufen dürfen

 

Es klingt erstmal etwas absurd, dass ein russischer Schuldner seine Schulden kaufen kann. Er kann ja seine Schulden bezahlen und damit wäre das Problem erledigt. Aber die russische Praxis sieht etwas anders aus und der Gesetzgeber überlegt nun, wie er den Bürger besser schützen kann, der in eine kritische Situation geraten ist.

In Russland ist es üblich, dass Kreditgeber die Kredite verkaufen können, wenn sie davon überzeugt sind, dass der Kreditnehmer nicht in der Lage ist, seine Schulden zu begleichen. In der Regel kaufen Inkassounternehmen diese Kredite zu einem Bruchteil der eigentlichen Schuldensumme auf, übernehmen damit das Risiko auch diese investierte Summe vom Schuldner nicht zu erhalten, weil dieser über nichts verfügt, was man inkassieren kann. Aber es besteht natürlich auch die Möglichkeit, die volle Summe zu erhalten, wenn die Inkassofirma über Ausdauer und genügend Informationsquellen verfügt.

 

 

Das Ministerium für Wirtschaft will nun eine Gesetzeskorrektur, welche vorsieht, dass der Kreditgeber dem Kreditnehmer vorschlägt, den Kredit zu kaufen – zu einer geringeren Summe, i.d.R. der Summe, die er von der Inkassofirma erhalten würde, wenn er den Kredit verkauft. Der Kreditnehmer muss darauf hingewiesen werden, dass sein Kredit verkauft wird, wenn er ihn nicht selber zu den günstigen Bedingungen erwirbt.

Einerseits ist diese Neuregelung natürlich im Interesse vieler Kreditnehmer, die ihre Möglichkeiten überschätzt haben. Andererseits können natürlich auch Kreditnehmer bewusst den Zustand der Nichtbegleichung des Kredits herbeiführen, um billig das eigene Leben zu finanzieren.

 

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