Russland plant die Versteigerung von Kfz.-Kennzeichen

Russland plant die Versteigerung von Kfz.-Kennzeichen
 
Russland plant, sogenannte „schöne Nummern“ ab 2022 zu versteigern. Gegenwärtig ist die Praxis, dass sich mit der Vergabe von schönen Nummern häufig die zuständigen Beamten, die die Nummern vergeben, die Taschen füllen. Das will zukünftig Russland im Interesse der Gesellschaft selber tun.
 
 
Viele Jahre hat man gebraucht, ehe man zu einem Entschluss gekommen ist und Spielregeln für die Vergabe von „schönen Nummern“ erarbeitet hat. Nun soll es noch bis zum Januar 2020 dauern, bis das Gesetz und die dazugehörigen Mechanismen in Kraft gesetzt werden.
 
Zukünftig wird konkret definiert, was eine schöne Nummer ist und diese gelangen in ein Sonderregister, wo sie zur Versteigerung ausgeschrieben werden. Die Mindestsumme für ein Kfz.-Kennzeichen mit besonderer Zahlen- und Buchstabenfolge beträgt 5.000 Rubel. Dies ist jedoch nur die Startsumme für die Versteigerung. Im Verlaufe eines Monats können dann Interessierte bieten und den Preis nach oben treiben. Ein Interessierter darf an maximal fünf Versteigerungen gleichzeitig teilnehmen.
 
Allerdings gibt es auch Nummern, wo das Mindestgebot bei 100.000 Rubel beginnt und im ungünstigsten Fall – für den Bieter – somit im günstigsten Fall für den russischen Staat – kann ein Nummernschild bis zu sechs Millionen Rubel in die Kasse spülen.
 
Der bisher erarbeitete Gesetzentwurf gibt Rahmenbedingungen vor. Zukünftig sollen die Regionen die Möglichkeit haben, entsprechend ihrer spezifischen Besonderheit, die Preise um das Zehnfache zu senken, aber auch anzuheben.
 
Im Anhang zur Videoversion ein Beitrag zur Arbeit der Verkehrspolizei
 
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Kommentare ( 1 )

  • Радебергер Radeberger

    Veröffentlicht: 4. September 2020 00:59 pm

    Ein amtliches KFZ-Kennzeichen ist lt. Rechtsprechung eine amtliche Urkunde, die ich wie eine öffentlich Hure darbieten muß. Mache ich das nicht oder beklebe das Kennzeichen mit einer spiegelnden Folie gegen eine Radarfalle, zahle ich ziemlich viel Geld als Strafe. Also trenne ich mich von der Falscheinschätzung, daß das - mein Kennzeichen - wäre und zahle somit nur den Mindestpreis für ein Registrierungsschild an meinem PKW, der auch wirklich mir gehört. Verkaufe ich das Auto oder lege es still, bin ich verpflichtet, diese Kennzeichen, die ich eines Tages für ziemlich viel Geld gekauft hatte, bei der Zulassungsstelle der Zulassungsbehörde zu übereignen. Ist das nicht ein verrückter "Rechtsstaat"?

    • Uwe Erich Niemeier

      Veröffentlicht: 4. September 2020 05:28

      ... schauen Sie mal in Ihren Reisepass. Da steht drin: "Dieser Pass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland." Dagegen habe ich nichts. Aber warum muss ich dafür bezahlen, wenn ich etwas erhalte, was mir sowieso nicht gehört. Eine Pachtgebühr wäre doch dann angebrachter - oder?

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