RUTUBE zeigt sich im neuen, bekannten Format

RUTUBE zeigt sich im neuen, bekannten Format
 
Es war den russischen Medien nur eine kleine Meldung wert – „Rutube“, der russische Konkurrent zu „Youtube“, zeigt sich erstmalig im neuen Format und überrascht mit wenig eigener Kreativität.
 
 
Inhaber der neuen Plattform „Rutube“ ist Gasprom-Media. Ende 2020 übernahm die Firma das volle Aktienpaket und versprach, in Anbetracht der immer stärkeren Zensur bei den Sozial-Netzwerk-Monopolisten „Youtube“ und „Facebook“ Alternativen zu schaffen, die mindestens so gut sind, wie die „Klassiker“.
 
Nun sollte man innerhalb von nur drei Monaten nach Übernahme der vollen Verantwortung für „Rutube“ durch Gasprom-Media nicht gleich eine Medienrevolution erwarten, aber das, was ich gesehen habe, war dann doch etwas enttäuschend, denn gesehen habe ich eigentlich eine Kopie von „Youtube“, was die Funktionalität und Arbeitsweise anbelangt.
 
 
Ich habe meinen Kanal bei „Rutube“ bereits angelegt, was denkbar einfach war, einfacher als bei „Youtube“. Auch das Hochladen von eigenen Videos, die Aufnahme in Playlisten und die Sortierung auf dem Kanal sind einfach und sehr ähnlich wie bei „Youtube“ organisiert.
 
Ehrlich … ich hatte hier mehr russische Kreativität erwartet. Wie man etwas anders gestalten sollte, könnte ich jetzt auch nicht sagen – aber ich bin auch nicht der Spezialist, ich bin nur Nutzer. Aber alleine der Vorsatz, eine Alternative zu „Youtube“ schaffen zu wollen erhebt den Anspruch, auch eine andere äußere Funktionalität anzubieten. Aber sogar der Startbildschirm des Kanals ist identisch mit „Youtube“.
 
 
In der Pressemitteilung wird hervorgehoben, dass dies die erste öffentliche Präsentation ist und nur einige wenige Veränderungen im ersten Schritt angeboten werden. Man arbeite ständig an der neuen Gestaltung von „Rutube“, mit dem Ziel, bis zum Jahresende eine zweite Videoplattform zu haben, für den Fall, dass sich die westlichen Mediendemokratien entschließen sollten, Russland von den freiheitlich-demokratischen Sozialnetzwerken auszuschließen.
 
Bisher lohnt es sich für nicht-russischsprachige Videofans nicht, „Rutube“ aufzurufen, denn die Plattform arbeitet nur in russischer Sprache – also die gesamte Menüsteuerung ist in Russisch. Gehen wir davon aus, dass die Internationalität der russischen Videoplattform ebenfalls bis zum Jahresende hergestellt wird – damit sich Aufwand und Nutzen für die Videoalternative auch wirklich lohnt.
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