Zypern hat es sich überlegt – man einigt sich mit Russland

Zypern hat es sich überlegt – man einigt sich mit Russland
 
Die Welt lebt schnell, insbesondere die russische Welt. Noch vor wenigen Stunden berichtete „Kaliningrad-Domizil“ über Zypern, welches es abgelehnt hat, den russischen Vorschlag zur Überarbeitung des Doppelbesteuerungsabkommens, zu akzeptieren. Russland stand kurz davor, das Abkommen zu künden. Doch dann siegte die Vernunft in Zypern.
 
 
 
Am Montagabend meldeten die russischen Medien, dass Zypern es sich doch anders überlegt hat und dem Beispiel einer Reihe anderer Länder gefolgt ist. Man akzeptiert den Wunsch Russlands, die Steuern für Dividendenüberweisungen in Offshore-Zonen auf 15 Prozent anzuheben.
 
Von den Russen, die bisher geplant hatten, Zypern fluchtartig mit ihrem Geld zu verlassen, werden es sich nun vielleicht einige wieder anders überlegen. Aber es geht um Geld, um viel Geld.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Kino-Klassiker "Priwalowskije Millionen"
 
Und wer will schon 15 Prozent Steuern in Zypern zahlen, wenn er den gleichen Service bei mehr Sicherheit für höchstens fünf, in vielen Fällen sogar kostenlos bekommt. Einzige Voraussetzung:  Vertrauen in die Stabilität des russischen Staates und seiner Verantwortlichen.
 
Videoeinspielung: Zitat Putin
 
In Russland hat man am Montag kommentiert, dass man den bereits eingeleiteten Prozess der Vertragskündigung nun stoppen wird. Zypern hat in alle Forderungen Russlands eingestimmt. Somit wird das neue Doppelbesteuerungsabkommen im September durch beide Länder unterzeichnet werden.
 
Russland schließt nun in den nächsten Tagen völlig gleichlautende Verträge mit Malta und Luxemburg ab. Eine Antwort der Niederlande steht noch aus … aber man kann sie bereits erahnen.
 
Videoeinspielung: Sowjetischer Kino-Klassiker "Tote Seelen"
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